Unsere
Seen
Das Luzerner Seetal ist heute noch eine Landschaft von
besonderer Schönheit, voller Anmut und Offenheit.
Doch der Schein trügt: Baldegger- und Hallwilersee
sind durch den Eintrag von Düngstoffen krank geworden.
Früher stammten diese zur Hauptsache aus dem ungereinigten
Abwasser von Haushalten, Industrie und Gewerbe, heute
fast ausnahmslos aus dem Düngstoffeintrag der Landwirtschaft.
In
den letzten 20 Jahren sind - veranlasst vom Kanton Luzern
und koordiniert vom Gemeindeverband Baldegger- und Hall-wilersee
(GVBH) - zahlreiche Massnahmen eingeleitet worden. Das
Augenmerk richtete sich auf die Sanierung der Abwasserverhältnisse.
Die Seen werden künstlich mit Sauer-stoff versorgt.
Im Einzugsgebiet der beiden Seen wird umweltschonender
gewirtschaftet. Erfolge sind da. Heute geht es den beiden
Seen besser als auch schon, ihr Zustand ist aber noch
nicht befriedigend. Was bisher getan worden ist, reicht
nicht aus, die beiden Seen in einen Zustand zurück-zuführen,
welcher sie zur Selbstregulation befähigt und die
standorttypische Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren
(inklusive Felchen) aufkommen lässt.
Mit
neuem Schub wollen deshalb Kanton und Gemeindever-band
die Gesundung der Seen vorantreiben und den Eintrag von
Düngstoffen und Pflanzenbehandlungsmitteln aus den
landwirtschaftlich genutzten Böden vermindern. Eine
zentrale Rolle spielt dabei der sogenannte Abgeltungsartikel
im eidgenössischen Gewässerschutzgesetz (Art.
62 a GSchG): Massnahmen der Landwirtschaft, welche die
Abschwemmung und Auswaschung von Stoffen vermindern, werden
zusätzlich finanziell abgegolten (vgl. Phosphorprojekte).