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Phosphorprojekte Baldeggersee und Hallwilersee

Die seeexternen Massnahmen in der Landwirtschaft began-nen 1985 mit gewässerschutztechnischen Abklärungen und Verfügungen. Die Fachstelle für Oekologie nahm ergänzend die Information und Beratung der Landwirte auf. Ab 1990 wurde das Konzept für Schutzmassnahmen im Ufergürtel umgesetzt. Bei den Güterzusammenlegungen in Gelfingen, Ermensee und Schongau wurden Flächen mit erhöhtem Risiko für Abschwemmung extensiviert sowie Bäche rena-turiert. Mit der Einführung der neuen Agrarpolitik ab 1994 mussten die Betriebe unter anderen Bedingungen eine aus-geglichene Nährstoffbilanz und einen Anteil ökologische Ausgleichsflächen ausweisen.

Diese Massnahmen reichen nicht aus, um die Seen nach-haltig zu sanieren. Mit den Phosphorprojekten werden zusätz-liche Anstrengungen unternommen.

Die Phosphor-Projekte gründen auf dem Gewässerschutzge-setz 62a: Der Bund leistet im Rahmen der bewilligten Kredite Abgeltungen an Massnahmen der Landwirtschaft zur Ver-hinderung der Abschwemmung und Auswaschung von Stoffen, wenn:
a) die Massnahmen zur Erfüllung der Anforderungen an die Wasserqualität der ober- und unterirdischen Gewässer erforderlich sind;
b) der betreffende Kanton die Gebiete, in denen die Massnah-men erforderlich sind, bezeichnet und die vorgesehenen Massnahmen aufeinander abgestimmt hat;
c) die Massnahmen wirtschaftlich nicht tragbar sind.
Der Gemeindeverband Baldegger- und Hallwilersee hat im Jahr 2000 das Phosphorprojekt Baldeggersee und im Jahr 2001 das Phosphorprojekt Hallwilersee beschlossen. Die Umsetzung erfolgt durch die Fachstelle für Oekologie.
In der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung werden folgende Ziele angestrebt:
- Verminderung des P-Einsatzes im Einzugsgebiet.
- Abbau der P-Vorräte im Boden.
- Verminderung der Erosion auf der offenen Ackerfläche.
- Verminderung der Abschwemmungen von Wiesland
- Verminderung des P-Eintrags aus diversen Quellen wie Hofplätzen, defekten Drainagen, Einlaufschächten im Wiesland usw.
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Die Projekte wurden zunächst auf eine Dauer von 10 Jahren geplant. Bei einer Beteiligung von zwei Drittel der Landwirte wird sich am Baldeggersee der jährliche Phosphor-Eintrag von 11.6 t auf 7.3 t P vermindern. Das Sanierungsziel von 3 t Phosphor-Eintrag jährlich wird in einer späteren Phase erreicht. Am Hallwilersee wird der jährlichen Phosphor-Eintrag von 1.8 auf 0.8 t vermindert. Das ent-spricht dem Sanierungsziel.