Kulturlandschaft

Pro Natura und die Kulturlandschaft Seetal
Pro
Natura, früher Schweizerischer Bund für Naturschutz,
kaufte 1940 den Baldeggersee und arbeitet intensiv an
ökologischen Aufwertungsmassnahmen im Seetal. In
den letzten zehn Jahren floss durch Pro Natura fast eine
Million Franken ins Tal. Davon profitierten Landwirte
über Zusatzbeiträge, Baugeschäfte bei Ausführungsaufträgen,
Gemeinden und Private bei Projektfinanzierungen. Die Organisation
arbeitet aktiv im Gemeindeverband Baldegger- und Hallwilersee
mit und unterstützt die Bestrebungen zu mehr Ökologie
in der Landwirtschaft mit finanziellen Beiträgen.

Die
Seetaler Projekte von Pro Natura wurden zum Teil mitgetragen
vom Amt für Natur- und Landschaftsschutz des Kantons
Luzern, vom Bundesamt für Wald und Landschaft, von
der Lovar Stiftung für Umweltschutz Luzern und vom
Fonds Landschaft Schweiz. Letzterer unterstützt den
Schutz, die Pflege und die ökologische Aufwertung
von naturnahen Kulturland-schaften und gewährt lokalen
oder regionalen Trägern Finanzhilfen für Projekte.

Einzelbaum in der Landschaft: Linden, Ahorne, Eichen und
andere heimische Laubbäume konnten mit dieser Aktion
1996 und 1997 gratis an Interessierte abgegeben werden.

1996
wurde das Projekt "Kopfweiden" ins Leben gerufen.
Hunderte von Stecklingen wurden entlang von Bächen,
Gräben, Parzellengrenzen und andern Orten gesetzt.
Kopfweiden sind heute wieder überall im Seetal zu
sehen.

Das
gewässerreiche Seetal ist ein Lebensraum für
Amphibien. Pro Natura fördert deren Lebensräume
mit Aufwertungsmass-nahmen und schaffte neue Biotope.

Unter
dem Titel Kulturlandschaft Seetal wurden seit 1996 sechs
Förderprogramme lanciert, nämlich die Programme
Hochstammobstbäume, Buntbrache/Ackerschonstreifen,
Extensiv-wiese/Wiesenstreifen, Hecken und Bäume,
Krautsäume und Pufferstreifen und Weiher, Teich und
Graben. Es wurden Bewirtschaftungsvereinbarungen abgeschlossen,
Hecken gepflanzt und zahlreiche weiteren Aufwertungen
getätigt. |